10. Februar 2011

In einem Zimmer....

Sicherlich denken viele, wie altmodisch und umständlich. Schließlich braucht doch jedes Kind sein eigenes Zimmer. Aber wenn es der Grundriss nicht hergibt und eine größere Wohnung in Zürich (zum bezahlbaren Preis) schwer bzw. gar nicht zu finden ist, muss es eben auch so gehen! Lara und Jonas teilen sich also ab sofort ein kleines Schlafzimmer und ein großes Spielzimmer. Das Spielzimmer hätte ich schon gern zum 2. Kinderzimmer verwandelt, aber da es offen zum Wohnbereich ist, fiel das aus. In einer Mietwohnung eigene Umbaumaßnahmen zu starten ist zu heikel. Alles müsste bei Auszug wieder in den Originalzustand zurückversetzt werden. Also probieren wir es erstmal so, Baby und Kleinkind im Schlafe vereint....

Lara war am Abend, wie erwartet, nicht im Bett zu halten. Ständig stand sie nochmal auf, lief Patrouille, um zu schauen was Jonas in seinem Bettchen so treibt. Der schlief natürlich tief und fest (Ich muss dazu sagen, ich hatte ihn für den Anfang auch schon schlafend ins Bettchen gelegt). Laras Hörspiel dudelte noch vor sich hin - störte ihn nicht. Lara musste nochmal auf Toilette - störte ihn nicht. Lara sprach noch mit ihren Kuscheltieren - störte ihn nicht. So weit so gut für den Anfang. Als dann beide im Land der Träume verschwunden waren, war die erste Hürde geschafft... Schließlich hätte ich fast meinen Hintern dafür verwettet, dass Lara in Jonis Bettchen klettert, ihm den Nuckel klaut oder ihn mit Stofftieren übersät.

Nachts wurde dann Jonas wach. Ich ging rüber. Lara saß bereits wie ein Schießhund im Bett und bestätigte mir nüchtern das längst vernommene: "Joni weint." - "Ja mein Schatz, der hat Hunger, ich nehm ihn kurz mit, schlaf ruhig weiter." - "Ja, ist gut." Und das tat sie dann auch. Als ich Jonas zurück in sein Bettchen legte und halb 6 erneut holen musste, schlief sie tief und fest.

Im Großen und Ganzen bin ich mit der ersten Nacht zufrieden. Mal schauen wie es weitergeht. Je eher sich die beiden daran gewöhnen, desto besser klappts vielleicht. Jedenfalls erhoffe ich mir das. Schließlich habe ich letztens erst wieder gelesen, dass Geschwister, die harmonisch in einem Zimmer schlafen bzw spielen, ein Leben lang größere Vertrautheit und gemeinsame Verbundenheit besitzen. Und welche Eltern würden sich das nicht wünschen?

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